Schrei nach Liebe

Es sind die Kleinigkeiten im Alltag, die einen daran erinnern wie allein man ist. Man sieht ein Pärchen, Hand in Hand die Straße entlanggehen, verliebte Blicke werden ausgetauscht, Zärtlichkeiten und kleine liebevolle Gesten. Und dann kommt dieser Moment, in dem du realisierst, dass du das auch hattest. Und nun ist es vorbei. Man gibt jeden Tag einhundert Prozent, um das Beste aus seinem Äußeren und seinem Verhalten rauszuholen. Die tägliche Routine, aufstehen, schminken, ein schönes Outfit aussuchen, den Tag auf der Arbeit verbringen, nach der Arbeit ins Fitnessstudio und für was? Scheinbar gibt es keinen einzigen, der sich für all das interessiert. Aber für wen tust du das dann alles? Für dich? In gewisser Weise natürlich. Aber doch auch für den einen. Auf den du vergeblich wartest, der aber kein Anzeichen macht, dass er bald kommt. Also für was das alles? Die ganze Mühe. Alles umsonst? Ich denke zurück an die Zweisamkeit. Ich konnte mir nie etwas darunter vorstellen. Habe jeglichen intensiveren Gefühlskontakt vermieden. Und dann ein einziges Mal zugelassen. Ich wurde geliebt, von Herzen. Aber das ist nun scheinbar vorbei. Und ich bin allein. Allein in meiner eigenen verschobenen Wirlichkeit. Ohne jemanden, der mich fest hält, der mir Halt gibt, der mir Liebe schenkt. Jeden Tag sehe ich Menschen die sich neu verlieben. Einfach so, ohne darüber nachzudenken. So schnell. Und ich, sehe diese Menschen und weiß nicht was ich falsch mache. Liegt es an mir? Habe ich etwas abscheuliches an mir, dass andere abschreckt? Ich verstehe diese Welt einfach nicht. Alles was ich brauche ist Liebe. Ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man es spürt. Doch ich spüre es nicht mehr. Habe ich zu hohe Ansprüche? Nein. Ich möchte einfach nur den einen, der mich liebt, der bei mir ist, der alles für mich gibt, sodass ich alles für ihn geben kann. Wo bist du?

17.10.15 00:59, kommentieren

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Das erste Mal

Das erste Treffen, die erste Begegnung, die erste Erinnerung. Alles spielt sich nochmal im Kopf ab. Man lacht zusammen, alles ist neu und aufregend. Das erste Mal bei ihm und alles fühlt sich fremd an, noch fremder, wenn man so ist wie ich und sehr viel Zeit benötigt, um sich an neue Situationen zu gewöhnen. Wir haben den ganzen Abend in der Küche verbracht, haben zusammen gebacken. Hatten so viel Spaß. Die Tage danach habe ich jede Minute, in der ich Zeit hätte an meinem Handy verbracht. Wir haben so viel geschrieben, uns so viel erzählt. Die Zeit raste. Wir könnten es beide kaum abwarten uns wieder zu sehen.voerst hatte ich das Gefühl, dass wir ja nur Freunde sind und einige Monate hat es gedauert, bis ich festgestellt habe, dass es wohl doch ernster wird. Ich hatte so Angst vor einer Beziehung, war aber trotzdem so verliebt, dass ich hätte Plätzen können vor Glück. Dann kam der Abend, an dem es passierte. Wir waren feiern, Er, ein Freund und ich. Wir haben getanzte, getrunken und noch mehr getrunken. Bis wir dann alle drei bei ihm zu Hause landeten. Wir schliefen gemeinsam im Bett. Zuerst noch ohne jeglichen Körperkontakt. Dann ging er kurz aus dem Zimmer. Ich machte mich breit, sodass er sich an mich schmiegen musste, um überhaupt noch Platz zu haben. Wir kuschelten die ganze Nacht, berührten uns und waren einfach beieinander. Es war wahrscheinlich die schönste Nacht, die ich je hatte. Nach diesem Abend war alles noch schöner. Unser Kontakt war stärker als je zuvor. Das nächste Treffen bei ihm. Wir lagen im Bett, sahen uns einen Film an. Spielten dieses Spiel, er wollte mich küssen, ich scheute mich und ließ ihn zappeln. Irgendwann nahm er sanft meinen Kopf und küsste mich. Ich war wehrlos. Es fühlte sich so wunderschön an. Wir küssten uns eine Weile, könnten die Finger nicht voneinander lassen und so kam es auch dazu, dass wir miteinander schliefen. Es war kurz, intensiv und wunderschön. Es hatte sich noch nie so schön angefühlt. Warum können wir nicht zu diesem Zeitpunkt zurückspulen? Alles war wie schwerelos. Wir waren einfach zusammen, hatten nur uns, verbrachten tag und Nacht im Bett. Wo ist diese Zeit hin? Was ist mit uns passiert? Wie konnten wir uns nur so weit von einander entfernen? Wo sind wir hin? Bin ich die einzige von uns beiden, die sich daran erinnert? Hat er das alles vergessen? Das schlimmste ist alleine einzuschlafen, ohne seine Wärme, seine Berührungen, sein streicheln, seine weiche Schultern, in die ich mich immer so schön rein kuscheln könnte. Das alles ist weg und wird mit ihm auch nicht wieder kommen. Aber wo ist der, den ich suche? Bitte finde mich, nimm mich in den Arm und sage mir, dass alles gut wird und dass du für immer bei mir bleibst.

1 Kommentar 22.7.15 22:20, kommentieren